![]() | Ananas-Diät, Suppendiät und wie sie alle heißen… Haben Sie es satt, eine Diät nach der anderen zu machen? Magenknurren und Hungern um dann letztendlich doch wieder Heisshunger zu unterliegen. Das Ergebnis dieser Diäteskapaden lässt sich meist leider mit dem Begriff Jojo-Effekt zusammenfassen. Egal ob man nur Wasser trinkt, sich ausschließlich von Gemüsebrühe oder Grapefruits ernährt, für den Körper bedeutet dies alles zunächst erst einmal nur eins: Hungern. |
Wenn nicht genug Energie mit Nahrung aufgenommen wird, um die körperlichen Grundfunktionen, wie Herz- und Lungenfunktion, aufrechtzuerhalten, wird der Körper unter Stress gesetzt und verschiedene Energiespeicher werden abgebaut – das Fettgewebe kommt bei einer extremen Hungerkur meist aber ungeschoren davon. Unter normalen Umständen ist der Haupttreibstoff des Körpers Glukose. Besonders das Gehirn benötigt hiervon eine ausreichende Menge, um reibungslos zu funktionieren. Glukose wird vom Körper in Form von Glykogen gespeichtert, gleichzeitig wird damit auch Wasser gespeichert. Wird das Glykogen zur Energiegewinnung abgebaut wird damit auch Wasser freigesetzt. Diese Flüssigkeitsabgabe ist für den schnellen Gewichtsverlust in den ersten Diättagen verantwortlich. Bei vielen Diäten wird dieser Effekt mit dem Versprechen, fünf Kilogramm innerhalb von zwei Tagen abnehmen zu können, wirksam vermarktet. Der vermeintliche Abnehmerfolg ist jedoch nur von kurzer Dauer. Beginnt man wieder normal zu essen, füllt der Körper sein Glykose- und Wasserspeicher auf und ehe man sich versieht, ist das Ausgangsgewicht wieder erreicht. Dem unliebsamen Fettgewebe oder angeblichen ‚Schlacken’ geht es dabei kaum an den Kragen. Der Wasserverlust kann vielmehr zum Ausschwemmen von Elektrolyten und zur Dehydratation führen. Das einzige was der Körper bei einer solchen Entschlackungskur verliert sind Wasser und Mineralstoffe – lebensnotwendige Substanzen. Ein weiterer Effekt „leergehungerter“ Glykogenspeicher ist der Abfall des Blutzuckerspiegels. Das verursacht Müdigkeit, Verwirrtheit und Konzentrationsschwäche. Diese Symptome werden häufig fälschlicherweise als erster Schritt der Körperreinigung interpretiert. Leichter – aber immer noch fett Die Glykogenreserven des Körpers reichen aus um einen Fastentag zu überbrücken. Wird länger als 24 Stunden gefastet, baut der Körper Muskulatur ab um daraus Glukose für die Energieversorgung zu gewinnen. Bei einer einwöchigen Radikaldiät bzw. totalem Fasten beruhen 30% des Gewichtsverlustes auf dem Abbau von Muskelmasse. Der Rest ist Wasser. Crash-Diäten führen also hauptsächlich zu einer Verminderung der Muskelmasse nicht etwa zur Reduktion des Fettgewebes. Der Abbau von Muskelmasse macht die schlanke Zukunft schwer. Muskeln sind so genanntes aktives Gewebe; im Gegensatz zum Fettgewebe verbraucht Muskeln Energie. Eine geringe Muskelmasse führt also automatisch zu einer reduzierten Stoffwechselaktivität. Hinzu kommt, dass der Körper mit jeder Hungerkur sparsamer wird und den Energieverbrauch soweit wie möglich reduziert. Sobald man wieder normal isst, nimmt man oft über das alte Gewicht hinweg zu, da der Stoffwechsel nun langsamer arbeitet und der Körper darauf trainiert wurde, für Hungerzeiten gerüstet zu sein. Schön durch Diät? Radikale Diäten können die ausreichende Versorgung von Vitaminen und Mineralstoffen nicht gewährleisten, so dass Haare, Nägel und Haut Zeichen von Irritationen zeigen, z.B. brüchig und spröde werden. Somit wirkt sich die „entschlackende Schönheits-Diät“ eher negativ auf das äußere Erscheinungsbild aus. So machen Sie es richtig: Langfristig schlank und schön werden und bleiben Sie, wenn Sie Ihre Essgewohnheiten dauerhaft ändern und diese auch nach der Diät beibehalten. Nehmen Sie sich Zeit für eine Diät und verabschieden Sie sich von Diät-Wundern. Mit Geduld, einer gesunden und abwechslungsreichen Diät, die mindestens 1200 kcal pro Tag liefert, fahren Sie langfristig am besten. | |
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