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ERNÄHRUNG

Milch !!!

Milch ist eines unserer Grundnahrungsmittel. Für Menschen, die Milch vertragen ist sie ein wertvolles Lebensmittel, dass auch während einer Diät verzehrt werden sollte. Ja, sie haben richtig gelesen, Milch wird aufgrund ihres Nährwertes zu den Lebensmitteln gezählt und nicht zu den Getränken. 
Unter Milch versteht man die weiße, undurchsichtige Flüssigkeit aus den Milchdrüsen weiblicher Säugetiere. In Deutschland steht der Begriff „Milch“ in der Regel für Kuhmilch. In anderen Regionen ist auch die Erzeugung von Schaf- und Ziegenmilch insbesondere für die Käseherstellung von Bedeutung.

Milch – nicht unbedingt ein Naturprodukt
Die Zeiten, in denen man mit der Milchkanne zum Bauernhof gegangen ist, sind größtenteils vorbei. Durch den Weg durch die  Molkerei büßt das Lebensmittel Milch einiges an Naturromantik ein.
Die gemolkene Rohmilch wird in der Molkerei einer Hitzebehandlung (Pasteurisation, Ultrahocherhitzung oder Sterilisation) unterzogen. Bei der Pasteurisation, die bei Frischmilch angewendet wird, bleiben Geschmack und Vitamingehalt weitgehend erhalten.
Bei der Ultrahocherhitzung wird die Milch für mindestens drei Sekunden auf mindestens 140°C erhitzt. Dabei treten Geschmacksveränderungen auf (typischer H-Milch-Geschmack) und der Vitamingehalt ist etwas niedriger als der der Rohmilch. H-Milch (haltbare Milch) ist ungekühlt und ungeöffnet mindestens sechs Wochen haltbar. Aus diesem Grund lässt sie sich im Gegensatz zu Frischmilch auf Vorrat kaufen.
Um Sterilmilch zu erhalten, wird die Rohmilch zunächst abgefüllt und die Behälter verschlossen und anschließend 20-30 Minuten lang auf 115-118°C erhitzt. Ungeöffnet ist sie ohne Kühlung sechs bis zwölf Monate haltbar. Sterilmilch büßt einen großen Teil der in Rohmilch enthaltenen Vitamine ein, somit ist sie nicht für die Ernährung von Säuglingen und Kleinkindern geeignet.

Im Anschluss an die Erhitzung wird die Milch gekühlt und homogenisiert, d.h. sie wird unter hohem Druck durch feine Düsen gepresst, sodass das Milchfett in feinste Kügelchen zerkleinert wird und eine stabile Emulsion entsteht, in der sich kein Rahm mehr absetzt.
Außerdem wird der Fettgehalt in der Molkerei durch Teilentrahmen auf einen bestimmten Wert festgelegt, so sind in Vollmilch 3,5% Fett enthalten, in fettarmer bzw. teilentrahmter Milch 1,5% und in Magermilch (entrahmte Milch) max. 0,3%.

Rohmilch darf unter bestimmten Auflagen unbehandelt direkt ab Hof an den Verbraucher verkauft werden. Bei Vorzugsmilch handelt es sich um Rohmilch, die filtriert und abgepackt, nicht aber homogenisiert worden ist. Sie weist keinen standardisierten Fettgehalt auf, dieser liegt aber bei mind. 3,5%. Vorzugsmilch sollte vor dem Verzehr abgekocht werden. Hierbei zu bedenken ist, dass beim Abkochen zu Hause mehr Vitamine verloren gehen, als beim Pasteurisieren und Ultrahocherhitzen.

Aufbewahrung:
Da Milch schnell verdirbt, sollte sie stets kühl, verschlossen und dunkel aufbewahrt werden. Denn einige der enthaltenen Vitamine sind empfindlich gegenüber Licht und Luft. Im Kühlschrank sind angebrochene Packungen bzw. Flaschen zwei bis drei Tage haltbar. Auch H-Milch verdirbt nach einigen Tagen, wenn die Packung geöffnet ist.

Milch und Gesundheit:
Für Menschen, die Milch vertragen, ist Milch ein sehr gesundes Lebensmittel. Besonders der hohe Gehalt an Kalzium macht Milch wertvoll. Laktose (Milchzucker) verbessert die Aufnahme der beiden Mineralstoffe Kalzium und Magnesium und fördert die Verdauung.
Das Milchfett ist leicht verdaulich und gut verträglich. Da es aber größtenteils aus gesättigten Fettsäuren besteht und zudem Cholesterin enthält, sollten Menschen, die unter erhöhten Blutfettwerten leiden, auf fettarme Milch und Milchprodukte zurückgreifen. Auch während einer kalorienkontrollierten Ernährung ist dies sehr sinnvoll. Außerdem enthält Milch die konjugierte Linolsäure (CLA), diese Fettsäuregruppe beeinflusst die Zusammensetzung des Körpers (Verminderung des Körperfettanteils und Erhöhung der Muskelmasse) und kann in höheren Dosen krebshemmend wirken. Biologisch erzeugte Milch und Milch von Freilandkühen enthält mehr CLA als herkömmliche Milch. Milch ist eine gute Quelle für Vitamin B2, B12, Niacin und Pantothensäure. Darüber hinaus ist Milch eine gute Eiweißquelle, denn das Milcheiweiß enthält alle essentiellen Aminosäuren, also jene, die der Körper nicht selbst herstellen kann.

Auch wenn der Verzehr von Milch gesellschaftlich umstritten ist, aus ernährungsphysiologischer Sicht tragen Milch und Milchprodukte zu einer ausgewogenen und gesunden Ernährung bei und sollten daher täglich auf Ihrem Speiseplan zu finden sein.

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