Nüsse und Gesundheit Nüsse zählen zwar nicht zu den kalorienarmen Lebensmitteln, denn mit über 560kcal pro 100g sind die meisten Nüsse wahre Energiebündel. Dennoch sollten Nüsse auch auf einem kalorienkontrollierten Speiseplan nicht fehlen, da sie wertvolle einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, Vitamin E und Vitamine der B-Gruppe liefern, sowie verschiedene Mineralstoffe, vor allem Magnesium, Kalium, Eisen, Zink, Selen, Kupfer und Mangan. Ebenfalls nicht zu verachten sind der relativ hohe Ballaststoffgehalt und der Gehalt an pflanzlichem Eiweiß.
Mit Ausnahme der Kokosnuss, die hauptsächlich gesättigte Fettsäuren enthält, können Nüsse dazu beitragen, dass die Fettsäureverteilung in unserer Nahrung verbessert wird, denn bei einer normalen Mischkost werden reichlich gesättigte Fettsäuren aufgenommen, ungesättigte kommen dabei oft etwas zu kurz. Besonders reich an den wertvollen einfach ungesättigten Fettsäuren sind Hasel-, Macadamia-, Pekannüsse und Pistazien. Walnüsse und Pinienkerne liefern besonders viele mehrfachungesättigte Fettsäuren, die den Fettstoffwechsel im Körper positiv beeinflussen können.
Nüsse können das Risiko, Herz-Kreislauferkrankungen zu erleiden, vermindern. Dies lässt sich auf die positiven Auswirkungen der ungesättigten Fettsäuren auf die Blutfettwerte, die antioxidative Wirkung des Vitamin E und den Gehalt an Kalium zurückführen. Nüsse können aufgrund ihres überaus günstigen Fettsäuremuster bei der Therapie von erhöhten Blutfettwerten eingesetzt werden und andere Maßnahmen unterstützen.
Leider sind Nüsse oft Auslöser für Allergien, wenn Sie aber Nüsse vertragen, greifen Sie ruhig ab und an zu diesem gesunden Snack. Vvariieren Sie hin und wieder die Sorten, so kommen Sie in den Genuss eines abwechslungsreichen und gesunden Snacks. Für welche Nüsse Sie sich auch entscheiden, eine handvoll Nüsse, also 25-30g kann als eine Portion Obst angesehen werden und Ihnen helfen, die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlenen fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag zu erreichen.
Nüsse in der Küche Da Nüsse anfällig für Aflatoxine, einem giftigen Stoffwechselprodukt von Schimmelpilzen, sind, sollte beim Genuss von Nüssen darauf geachtet werden, dass diese nicht verfärbt oder schimmlig aussehen. Auch bei bitterem, alten Geschmack sollte die jeweilige Nuss lieber ausgespuckt als geschluckt werden. Aufgrund einer Höchstmengenregelung für den Aflatoxingehalts und entsprechender Kontrollen, braucht man sich als Verbraucher aber nicht übermäßig zu sorgen. Für die Lagerung von Nüssen empfehlen sich luftdichtverschlossene Behälter; darin bleiben die Nüsse länger frisch. Im Kühlschrank gelagert halten sie sich ca. sechs Monate. Man kann Nüsse sogar einfrieren, dann halten sie sich bis zu zwölf Monate.
Nüsse sind roh geknabbert ein Genuss, allerdings lassen sich die an Phytinsäure gebundenen Mineralstoffe nicht so gut vom Körper aufnehmen. Durch Rösten und Garen kann die Aufnahme aber verbessert werden, nur leiden die wäremeempfindlichen Vitamine dabei. Am besten also Nüsse mal roh und mal geröstet verzehren.
Im zweiten Teil dieser Serie möchten wir Ihnen verschiedene bei uns erhältliche Nüsse näher bringen – freuen Sie sich auf einen kleinen Sortenüberblick .
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