![]() | Derzeit erlebt dieses Wintergemüse eine Renaissance, denn jahrzehntelang war sie fast gänzlich von unseren Tellern verschwunden. Besonders die ältere Generation hat eher schlechte Erinnerungen an das Gemüse, das in der Nachkriegszeit häufig auf dem Speiseplan stand. |
| Inzwischen erholt sich die Steckrübe langsam wieder von ihrem schlechten Ruf und man begegnet ihr in trendigen Suppenküchen und Gourmetrestaurants unserer Großstädte. Entdecken auch Sie dieses schlanke, äußerst diättaugliche Gemüse für sich. Die zu Unrecht in den Ruf eines minderwertigen Gemüses gelangte Steckrübe hat einen herbsüßen Geschmack, vergleichbar mit dem der Möhre. Dieser Ruf stammt aus den Zeiten der Nachkriegszeit. In Deutschland war die Steckrübe ein günstiges Lebensmittel und kam dadurch sehr häufig auf den Tisch. Als Mitte der 50 Jahre in Deutschland wieder der Wohlstand ausbrach, galt die Steckrübe als Schweinefutter und arme Leute Essen. Daher ist dieses kostbare Wintergemüse fast ganz von unserem Speiseplan verschwunden und damit auch die Vielfalt ihrer Zubereitungsmöglichkeiten. Herkunft Die Herkunft der Steckrübe ist unklar. Als Annahme wird eine Kreuzung von Kohlrabi mit der Herbstrübe genannt, entstanden im westlichen Mittelmeergebiet. Heute wird die Steckrübe in allen gemäßigten Klimazonen angebaut. Das Angebot im Handel stammt vorwiegend aus heimischem Anbau, einige wenige Importe kommen aus den Niederlanden. Ihre Farbe erhält die Steckrübe hauptsächlich durch die enthaltenen Carotinoide, einem sekundären Pflanzenstoff. Aus ernährungsphysioligischer Sicht ist das Gemüse wertvoll durch seinen hohen Gehalt an Zucker, vor allem Traubenzucker. Zudem sind Eiweiß und Fett (in kleinen Mengen) enthalten, sowie schwefelhaltige ätherische Öle, wichtige Mineralstoffe, Provitamin A sowie die Vitamine B1, B2, C und Nikotinsäureamid. Auf Grund ihres sehr hohen Wassergehalts (84 %) ist die Steckrübe unser kalorienärmstes Wurzelgemüse. Tipp Aus geschmacklichen Gründen sollte man Steckrüben nicht zu lange lagern. Im Gemüsefach des Kühlschranks sind Steckrüben bis zu 10 Tage haltbar. Zubereitung Die bekannteste Zubereitungsart ist der Steckrübeneintopf. Aber auch als separate Gemüsebeilage ist die Steckrübe ideal. Hierzu werden die Rüben gewaschen, dick geschält, geraspelt, in Stifte zerschnitten, in wenig Fett gedünstet oder 40-45 Minuten in Brühe gekocht. Steckrüben ergeben eine köstliche Beilage zu Fleischgerichten wenn sie mit Muskatnuss gewürzt werden. Auch zu deftigen Fleischgerichten wie Kasseler etc. passt Steckrübengemüse oder –püree sehr gut. Da Steckrüben leicht einen anderen Geschmack annehmen, können Sie auch gut mit anderen Gemüsen zusammen zubreitet werden oder mit verschieden Gewürzen, z.B. Curry abgeschmeckt werden. Entdecken auch Sie dieses kalorienarme aber nährstoffreiche Gemüse für sich neu und erleben Sie es als Bereicherung Ihres Speiseplans vor allem im Winter. In unserem Rezeptteil finden Sie einige Anregungen. | |
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