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ERNÄHRUNG

Sanddorn: Die Zitrone des Nordens

Sanddornbeeren sind reich an Vitamin C, deshalb wird Sanddorn auch „Zitrone des Nordens“ genannt. Seit einigen Jahren finden immer mehr Produkte aus Sanddorn den Weg in die Regale unserer Supermärkte bzw. Naturkostläden und Reformhäuser, diese erreichte der „Sanddorn-Trend“ als erste.
Botanisch gesehen zählt der Sanddornstrauch zu den Ölweidengewächsen. In Deutschland ist der dornige Strauch vor allem auf Küstendünen, an Flussufern oder Seen zu finden. Die Pflanzen sind sehr genügsam, kommen also – wie der Name schon sagt - auch mit sandigem Boden zurecht und können Wind gut trotzen. Aus diesem Grund sind sie aus ökologischen Gesichtspunkten wertvoll.

Die Powerbeere     
Die orangeroten Beeren gehören zu den Schein-Steinfrüchten. Die einzelne Beere ist etwa 6-8 Millimeter lang und enthält jeweils einen Kern, den Samen. Das Fruchtfleisch ist relativ wich und reich an ätherischen Ölen. Dem Öl, das aus den Kernen gewonnen wird, werden antibakterielle und entzündungshemmende Eigenschaften zugeschrieben.

Sanddornbeeren weisen einen hohen Gehalt an Vitamin C auf, je nach Sorte können 200-900 mg des Vitamins pro 100 mg Beeren enthalten sein, im Allgemeinen wird der Vitamin C-Gehalt mit 450mg/100g angegeben. Zum Vergleich: Der Vitamin-C-Gehalt einer Zitrone liegt bei durchschnittlich 53 mg/100g!

Aus ernährungsphysiologischer Sicht hat die knallfarbige Beere aber noch mehr zu bieten als massig Vitamin C. So liefern die Beeren auch viel Beta-Carotin und Vitamin E, sind somit ein starkes Antioxidans: Sanddorn macht also stark gegen freie Radikale. Auch Vitamin B12 und Folsäure sind enthalten. Aber auch Mineralstoffe, wertvolle sekundäre Pflanzeninhaltstoffe und ungesättigte Fettsäuren sind zu erwähnen.

Sanddorn als Rohstoff zahlreicher Produkte
Sanddorn wird zu zahlreichen Produkten verarbeitet. Neben kulinarischer Verwendung ist Sanddorn oft Rohstoff für Kosmetikprodukte. Leider ist Sanddorn als Rohstoff nicht ganz billig, dies liegt an den schwierigen Erntebedingungen und daran, dass der dornige Sanddornstrauch sechs bis acht Jahren alt wird, bevor Früchte geerntet werden können. Die Ernste findet bei Minus-Temperaturen statt, denn im tiefgekühlten Zustand werden die empfindlichen Beeren bei der Ernte weniger beschädigt.

Hierzulande wird Sanddorn vor allem zu Saft oder Nektar verarbeitet. Man findet ihn aber auch als Zutat von Marmeladen, Fruchtsoßen etc. und er wird zur Likörherstellung benutzt. Auch leckere Fruchtschnitten sind im Handel zu finden. Vor allem im Naturkosthandel wird man über die Vielfalt der Produkte erstaunt sein.

Die Kerne, die hochwertiges Pflanzenöl freigeben, werden für die Herstellung von Hautpflegeprodukte und Nahrungsergänzungsmittel genutzt.

Großer Nutzen für die Gesundheit
Durch den hohen Gehalt an Vitamin C und antioxidativen Wirkstoffen kann die Sanddornbeere das Immunsystem stärken und vor Erkältungskrankheiten schützen. Dies macht Sie vor allem in den Wintermonaten für uns interessant. Roh verzehrt ist Obst bekanntlich am gesündesten, doch leider ist die gesunde Sanddornbeere roh nicht genießbar. Wer die Vorzüge des Sanddorns nutzen möchte, greift am besten zu Sanddornsaft, denn Marmelade und Fruchtschnitten sind zwar lecker, aber die Beeren sind stärker verarbeitet worden, wodurch der Vitamingehalt absinkt.

Wem Sanddornsaft pur nicht schmeckt, der kann diesen auch mit Apfelsaft verdünnen, wodurch der Geschmack süßer und milder wird. Auch ein Löffel Sanddornsaft ins Joghurt, Quark oder Müsli gerührt, stellt eine gute Möglichkeit dar. Oder geben Sie etwas Sanddornsaft in warmen (nicht heißen) Tee, z.B. Früchtetee.

Sanddorn soll auch belebend und gegen Fühjahrsmüdigkeit wirken – das ist ja auch nicht mehr so lange hin, man kann es sich also schon einmal vormerken.

Sanddorn ist also ein prima Fitmacher, den Sie gut in eine bewusste Ernährung integrieren können.


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