Es ist gut, viel über Ernährung und gesunde Lebensmittel zu wissen. Doch das Wissen allein reicht nicht unbedingt aus, um sich tatsächlich figurfreundlich zu ernähren. Alltag, Gewohnheiten, Zeitmangel etc. können uns schnell die guten Vorsätze vergessen lassen. Deshalb ist es umso besser, schon beim Einkaufen die richtigen Entscheidungen zu treffen. Denn was in den Einkaufswagen gelangt, findet auch den Weg in die Vorratsschränke und von dort aus auch sehr leicht in den Magen. Wenn Sie also Schwierigkeiten haben, der Tiefkühlpizza zu widerstehen, ist es besser, diese gar nicht erst zu kaufen. Aber auch vermeintlich gesunde Lebensmittel können es ganz schön in sich haben.
Gesund einkaufen klingt zunächst einmal ganz einfach, doch wer schon einmal nach einem langen, stressigen Arbeitstag mit Hunger im Bauch in den Supermarkt gegangen ist, weiß wovon hier die Rede ist. Wenn man „nur mal eben schnell“ etwas fürs Abendessen einkaufen möchte, nimmt man sich nicht die Zeit, Zutatenlisten zu vergleichen und die Nährwertkennzeichnung zu beachten. Wenn dann noch ein Hungergefühl ins Spiel kommt, landen schnell einmal Fertiggerichte, süße Snacks und vor allen Dingen mehr, als man eigentlich kaufen wollte, im Einkaufswagen. Zusätzlich tauchen Bilder aus der Werbung vor dem inneren Auge auf und verleiteten zum Kauf weniger gesunder Lebensmittel.
1. Gezielt zum Gewohnheitskäufer werden
Zeit ist oft knapp, daher neigen wir alle zu so genannten Gewohnheitskäufen, wir kaufen bekannte Produkte immer wieder. Das geht schneller, als sich mit dem Angebot des Supermarkts immer wieder neu auseinander zu setzen. Dies kann ein Vorteil sein, doch muss zunächst geprüft werden, ob unsere bislang bevorzugten Produkte auch wirklich gesund und kalorienarm sind.
Auch wenn es mühselig klingt, es lohnt sich, Zutatenlisten und Nährwertangaben verschiedener Produkte zu vergleichen und neues zu probieren. Hat man dann ein leckeres und gesundes Lebensmittel für sich entdeckt, darf man auch gern wieder zum Gewohnheitskäufer werden.
2. Dem vollen Korn auf der Spur
Brot, Brötchen und Frühstücksflocken sind umso figurfreundlicher, je höher ihr Anteil an Vollkornmehl ist. Achten Sie bitte darauf, dass Sie möglichst „echtes“ Vollkornbrot kaufen. Mit „echt“ ist gemeint, dass ein Mehrkornbrot nicht gleich ein Vollkronbrot ist und häufig dunkle Brötchen als solche verkauft werden, obwohl sie keinen oder nur einen geringen Vollkornanteil haben. Auch Sauerteigbrote, z.B. Roggenbrot ist empfehlenswert. Knäckebrot und Vollkornzwiebäcke können Abwechslung bieten, sowie Vollkorntoast, -baguette- und –brötchen.
3. Tarnungskünstler Zucker, er mogelt sich in viele Produkte
Beim Kauf von Müsli und Frühstückscerialien ist das Lesen der Zutatenliste unerlässlich. Oft hat sich beinahe unbemerkt Zucker in die Tüte gemogelt, z.B. in Form von Honig, Malzsirup oder als Bestandteil von Crispies und Crunshies. Achten Sie bitte darauf, dass Ihr Müsli kein Zucker enthält und möglichst aus Vollkrongetreide besteht. Ziehen Sie Vollkornflakes den normalen Cornflakes aus Mais vor. Ihr Müsli darf ruhig Früchte und Nüsse enthalten, aber bitte keine Schokolade.
Auch Fertiggerichte, Getränke, Joghurts und Snacks enthalten häufig mehr Zucker als nötig. Lassen Sie sich nicht täuschen durch Begriffe wie „Fruchtsüße“ oder „natürliche Süße“ täuschen. Vergleichen Sie die Kohlenhydratmenge einzelner Produkte miteinander, die in der Nährwerttabelle ausgewiesen ist, oft steht hier „davon Zucker“ extra.
4. Light ist nicht gleich leicht
Leider bedeutet „light“ nicht automatisch, das ein Produkt gesund ist oder besser für eine Gewichtsreduktion geeignet ist, als das Originalprodukt. Oft wird das gesparte Fett durch Zucker ersetzt und man spart kaum Kalorien zulasten des Geschmacks und des Geldbeutels ein. Auch werden häufig Süßstoffe anstelle von Zucker verwendet, z.B. bei Getränken. Doch sind auch solche Produkte nicht geeignet, da sie nach wie vor sehr süß sind und sich der Geschmack nicht an weniger süße Produkte gewöhnt. In jedem Fall, muss man zunächst einmal schauen, was „light“ bei dem einzelnen Produkt bedeutet, so kann es sich entweder um einen reduzierten Fettgehalt oder um einen reduzierten Zuckergehalt handeln, aber auch auf weniger Alkohol hinweisen. Die Zutatenliste und die Nährwertangaben können also dennoch nicht überlesen werden, wenn man ein für die Abnahme „sinnvolles“ Produkt wählen möchte.
Auch rechtliche Vorgaben sind für die Hersteller zu beachten, somit darf ein Produkt nur als „leicht“ - auf den Fett- bzw. Kaloriengehalt bezogen – bezeichnet werden, wenn es 30% weniger Fett oder Kalorien liefert, als die herkömmliche Variante. In diesem Fall dürfte das Produkt auch als „kalorienreduziert“ oder „fettreduziert“ beworben werden.
Bei einigen Produkten wie einigen Frischkäsezubereitungen oder Schnittkäse weisen Begriffe wie „light“, „leicht“, „Balance“ etc. tatsächlich auf ein kalorienärmeres Produkt hin. Den Blick auf die Nährwertangaben ersparen sie jedoch nicht.
5. Tappen Sie nicht in Werbe-Fallen
Wer auf seine Figur achten möchte, sollte sich möglichst wenig von der Werbung beim Kauf beeinflussen lassen. Beworben werden in der Regel schließlich nicht Äpfel oder Kopfsalat, sondern Süßigkeiten, Fertiggerichte etc. Werbung kann hilfreiche Informationen liefern, verführt jedoch Häufig zum Kauf. So landen schnell einmal Produkte in unserem Einkaufswagen, die wir nach unseren Grundsätzen einer gesunden Ernährung eigentlich gar nicht kaufen wollten.
• Schreiben Sie sich eine Einkaufsliste, bzw. Drucken Sie sich diese aus, wenn Sie Ihrem VidaVida-Diätplan folgen. Wer möglichst streng nach Liste kauft, spart Kalorien und Geld. Dies geht besonders gut, wenn man die gewünschten Produkte gezielt ansteuert und den Blick nicht über sämtliche Regale schweifen lässt. Denn in diesem Fall werden Sie mit großer Wahrscheinlichkeit mindestens ein Produkt entdecken, das Sie unbedingt probieren möchten oder schon lange nicht mehr gegessen haben und den Appetit durch den Anblick wecken.
• Schieben Sie Ihren Einkaufswagen gelassen an den Aufstellern mit Sonderangeboten oder neuen Produkten vorbei. Nur weil ein Produkt gerade etwas billiger ist als gewöhnlich, wird es nicht gesünder. Lassen Sie sich nicht vom Preis ködern. Sind jedoch die Lebensmittel reduziert, die ohnehin auf Ihrer Einkaufliste stehen oder gesund sind, können Sie selbstverständlich „Schnäppchen machen“.
• Lebensmittel werden auf verschiedenste Arten beworben. Besonders wenn es dabei um gesundheitlichen Nutzen geht, schauen Sie lieber zweimal hin. Ein gutes Beispiel für diese Art der Werbung ist ein Snack im handlichen Format, der viel Milch enthalte, Weizen und Honig. Er ist leicht und beschwert nicht – in Wahrheit ist es eine Süßigkeit und keine gesunde Zwischenmahlzeit. Auch beliebt: Ein Schoko-Riegel, der besonders leicht ist und ein sportlich-schlankes Image hat. Aber Achtung: Fett und Zucker sind ebenso enthalten, wie in jedem anderen Schokoriegel auch. Süßigkeit bleibt Süßigkeit, auch wenn Vitamine zugesetzt werden. Sein Sie kritisch und prüfen Sie im Zweifel die Angaben auf der Verpackung.
• Viele Hersteller geben neben der üblichen Nährwertangaben bezogen auf 100 g oder 100 ml auch Kaloriengehalte bezogen auf eine Portion an. Was als Hilfe erscheint hat seine Tücken: Manchmal werden sehr kleine Portionen gewählt, so dass die Kalorienmenge und/oder der Fettgehalt recht niedrig erscheint.
Der altbekannte Tipp, niemals mit leerem Magen einkaufen zu gehen, behält ebenfalls Gültigkeit. Essen Sie lieber noch ein Stück Obst oder einen fettarmen Joghurt, bevor Sie hungrig in den Supermarkt gehen. Gezielt einkaufen und mit passenden, figurfreundlichen Gerichten abnehmen kann so einfach sein – mit dem VidaVida-Diätprogramm .
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