Weiterhin dient es zur Stabilisierung der Zellwände und erfüllt Aufgaben bei der Reizübertragung im Nervensystem und Erregung von Muskeln, sowie der Blutgerinnung und ist an der Aktivierung einiger Enzyme und Hormone beteiligt. Im Blut muss eine ständige Konzentration von 100 mg Kalzium pro Liter vorhanden sein.
Vorkommen:
Gute Lieferanten sind Milch und Milchprodukte, sowie grünes Blattgemüse und Kohl. Käse ist eine sehr gute Kalziumquelle, vor allem die Sorten Bergkäse, Emmentaler, Greyerzer und Parmesan sind reich an Kalzium. Auch kalziumreiche Mineralwässer können zur Deckung des Bedarfs beitragen.
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Die Zufuhrempfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung liegt für Erwachsene bei 1000 mg pro Tag. Wer täglich 250 ml Milch trinkt und 3 Scheiben fettarmen Käse isst, ist ausreichend mit Kalzium versorgt. Um einen therapeutischen Effekt zu erzielen sollten zusätzlich ein Joghurt von 150 g gegessen werden. Zusätzlich sollte genügend grünes Gemüse verzehrt werden.
Eine wichtige Vorraussetzung dafür, dass Kalzium vom Körper aufgenommen werden kann, ist eine gute Versorgung mit Vitamin D. Aus diesem Grund wird in Kalziumpräparaten oft auch Vitamin D zugesetzt.
Beeinträchtigt wird die Aufnahme von Kalzium wenn gleichzeitig Oxalsäure (z.B. in Rhabarber und Schwarztee in größeren Mengen enthalten), Phytinsäure (z.B. in ungegartem Getreide) und Ballaststoffe aufgenommen werden.
Eine hohe Zufuhr von Eiweiß, Speisesalz, Kaffee und Alkohol erhöht die Kalziumausscheidung über den Stuhl und den Harn, so dass eine vermehrte Aufnahme dieses Mineralstoffs sinnvoll wäre.
Einen erhöhten Bedarf haben Kinder und Jugendlich im Alter von 10-19 Jahren, junge Frauen, Schwangere und Stillende, sowie Frauen in den Wechseljahren und Senioren. Auch Erkrankungen wie Morbus Chron, Colitis ulcerosa, Vitamin-D-Stoffwechselstörungen etc., sowie Bewegungsmangel führen zu einem erhöhten Kalziumbedarf.
Da Kalzium in den Knochen gespeichert wird und dieses bei einem Kalziummangel vermehrt mobilisiert wird, kann ein Kalziummangel die Entstehung von Osteoporose begünstigen. Sinkt der Kalziumspiegel im Blut stark ab, kann eine Übererregbarkeit von Muskeln und Nerven, die sich durch Muskelkrämpfe äußert, vorkommen. Besteht ein Kalziummangel über einen längeren Zeitraum können trockene Haut, brüchige Nägel und Knochenerweichungen auftreten.
Eine hohe Aufnahme von Kalzium (bis zu 2500 mg pro Tag) hat keine negative Auswirkung auf den Körper, allerdings wird die Resorption von Eisen gehemmt.
Menschen, die zu Harnsteinbildung neigen, sollten die empfohlene Tagesmenge nicht überschreiten. Für gesunde Menschen ist eine Kalziumzufuhr von bis zu 2 g pro Tag bei einem ausreichenden Urinvolumen (>2 Liter/Tag) unbedenklich.
Kalzium als Hilfe bei Erkrankungen:
Es wird diskutiert, ob Kalzium vor Dickdarmkrebs schütz und den Blutdruck senken kann. Kalzium wird zusammen mit anderen Präparaten zur Behandlung von Osteoporose eingesetzt, sowie zur Therapie von Sonnenallergien.
Zur Vorbeugung von Osteoporose sollten regelmäßig kalziumreiche Lebensmittel verzehrt werden, eine kalziumreiche Kost kann 1200-2000 mg Kalzium pro Tag liefern. Auch Supplemente können präventiv eingesetzt werden.
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