In Zeiten, wo es darum geht den Verzehr von tierischen Lebensmitteln einzuschränken, wird vermehrt nach pflanzlichen Alternativen für die Versorgung mit wertvollem Eiweiß Ausschau gehalten, um trotzdem eine ausgewogene Ernährung sicherzustellen. Wussten Sie, dass auch die Samen der Lupine ein toller Eiweißspender sind, und dass die bunt-blühenden Pflanzen sogar in Deutschland heimisch sind?

Wenn es um pflanzliche Eiweißquellen geht, sind Sojaprodukte und Seitan (aus Weizen) schon fast ein alter Hut, wobei der Ruf von Import-Soja, aufgrund des Einsatzes von Gentechnik, mittlerweile auch nicht mehr der Beste ist. Daher wird auch vermehrt auf heimische Eiweißlieferanten gesetzt und wir wollen uns hier einmal die Lupine, die “Sojabohne des Nordens”, und die daraus hergestellten Produkte näher ansehen…

Gelb, weiß, rosa und blau – alles Lupine

Botanisch gesehen, gehört die Lupine zu den Leguminosen, also zu den Hülsenfrüchten, wie auch die Verwandten Erbsen und Bohnen. Nachdem die Lupine ausgeblüht hat, hängen an den Stängeln Hülsen in denen die wertvollen Samen zu finden sind. Sobald die Hülsen getrocknet sind, werden sie geerntet.

Mittlerweile ist es Züchtern gelungen, die schwerverdaulichen und bitter schmeckenden Alkaloide in der Pflanze zu reduzieren, somit finden wir überwiegend Süßlupinen in gelb, weiß und blau auf dem Acker.

Wertvolles Eiweiß steckt drin

Mit 40% hat die Lupine einen recht beträchtlichen Eiweißgehalt und ist damit auf Platz 1 der pflanzlichen Eiweißlieferanten. Sie enthält außerdem alle lebensnotwendigen Aminosäuren, die der Körper selbst nicht bilden kann. Auch die Vitalstoffe kommen in den kleinen Samen nicht zu kurz, denn es sind die Vitamine A und B1, sowie die Mineralstoffe Kalzium, Kalium, Magnesium und Eisen enthalten.

Aufgrund ihres allergenen Potenzials müssen Lupinenbestandteile in Nahrungsmitteln seit 2007 EU-weit vollständig gekennzeichnet werden. Insbesondere Erdnussallergiker reagieren häufig auch auf die aus Lupine hergestellten Produkte. Auf der anderen Seite bieten die Lupinenprodukte aber auch eine gute Alternative für alle Soja-Allergiker.

Wo kann man Produkte aus Lupine kaufen?

In unverarbeiteter Form findet man die Lupinenkerne (getrocknet oder vorgegart) nicht so häufig im Handel. Eine typische verarbeitete Variante ist das Lupinenmehl, was pur vorwiegend im Naturkosthandel zu finden ist. Es hat einen neutralen bis leicht-nussigen Geschmack. Da es glutenfrei ist, ist es für Betroffene, die das Klebereiweiß meiden müssen, eine gute Alternative. Verwendung findet es häufig in Eiweißbrot, auch in Form von Lupinenschrot. Es gibt auch bereits Firmen, die aus den Samen direkt Fleischersatzprodukte herstellen. Desweiteren werden die Lupinensamen auch zum Herstellen von Kaffeeersatz und sogar von milchfreiem Eis genutzt.

Die Lupine in der Küche

Das Lupinenmehl eignet sich hervorragend zum Backen von süßen und herzhaften Köstlichkeiten. Es gibt den Teigen eine schöne Gelbfärbung, ähnlich wie Safran. Da es jedoch kein Klebereiweiß (Gluten) enthält, wird es im Verhältnis 20:80 % mit herkömmlichem Mehl gemischt. Mit dem Mehl lassen sich außerdem Suppen und Soßen wunderbar binden.

Mit Lupinenschrot lassen sich Müslis oder Salate aufpeppen. Die Lupinensamen legt man am besten über Nacht in Wasser ein (es sei denn sie sind schon vorgegart) und dann sind sie zum Beispiel eine tolle Zutat für Gemüseintöpfe oder Gemüsepfannen. Auch vegetarische Burger und Bratlinge lassen sich aus den Samen wunderbar herstellen.

Insgesamt muss man sagen, dass momentan noch nicht allzu viele Lupinen-Produkte den Markt erobert haben und hier ist sicherlich noch Potenzial. Aber halten Sie bei Ihrem nächsten Supermarkt-Besuch ruhig einmal die Augen offen, trauen Sie sich einfach mal zu probieren – denn wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Im Hinblick auf eine gesunde Ernährung, können die Lupine und die daraus hergestellten Produkte sicherlich einen guten Beitrag leisten.

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