Sie zählen zu den beliebtesten Obstsorten und haben jetzt wieder Saison: Äpfel und Birnen. Es müssen ja nicht immer Südfrüchte sein. Heimisches Obst und Gemüse ist gut gegen den Klimawandel, denn geringe Transportwege führen zu weniger klimabelastenden Kohlendioxid-Emissionen. Wer auch einmal an die Umwelt denkt, braucht auf Genuss nicht zu verzichten.

Heimisches Obst ist ein perfekter Snack

Äpfel sind die besten Snack für unterwegs, auf Reisen, im Beruf oder als schneller Snack zwischendurch – und das nicht ohne Grund. Sie lassen sich problemlos transportieren und können, mit Ausnahme des gründlichen Waschens, ohne jegliche Vorbereitung verzehrt werden. Zudem sind sie nährstoffreich, liefern aber nur wenig Kalorien (54 kcal pro 100g). Äpfel enthalten Vitamin C und eine Reihe der B-Vitamine, allerdings sind die Vitamine zu 70% in der Schale zu finden. Aus diesem Grund sollten sie möglichst mit Schale gegessen werden, mit Ausnahme von importierter Ware, die im Gegensatz zu in Deutschland angebauten Äpfeln mit einer Wachsschicht überzogen werden, um sie haltbarer zu machen. Selbst bei sorgfältigem Waschen bleiben Rückstände der Wachsschicht am Apfel haften, also diese Äpfel lieber schälen. Dieses Wachsen ist in Deutschland verboten. Ein guter Grund also, heimisches Obst zu bevorzugen.

Äpfel sind reich an Pektin und Zellulose, das sind Ballaststoffe, die für die Verdauung wichtig sind und durch ihre cholesterinsenkende Wirkung helfen können, den Cholesterinspiegel zu regulieren. Die Apfelschale enthält besonders bei gelb-roter Färbung verschiedene Carotinoide, eine Vorstufe des Vitamin A. Das günstige Verhältnis von Frucht- und Traubenzucker macht den Apfel auch für Diabetiker die gesund abnehmen wollen als Snack interessant.

Apfel ist nicht gleich Apfel

Von insgesamt über 1.500 Apfelorten sind in Deutschland nur 60 von wirtschaftlicher Bedeutung. Es lohnt sich aber, verschiedene Sorten auszuprobieren, denn jede Sorte bietet ein eigenes Geschmackserlebnis. Besonders auf dem Wochenmarkt oder im Bioladen finden Sie eine andere Auswahl als die typischen oft importierten „Massenäpfel“ Granny Smith und Co. Die Apfelsorten lassen sich in Sommer-, Herbst- und Winterapfelsorten unterteilen, somit findet man nicht in jeder Jahreszeit die gleichen Sorten heimisches Obst – insbesondere Apfelsorten – vor, genießen Sie die Vielfalt!

So lagern Sie Äpfel richtig

Heimisches Obst lässt sich meist gut lagern: Nach der Ernte oder dem Kauf sollten Äpfel gekühlt bei 6-8°C gelagert werden. Dafür eignen sich trockene Kellerräume oder der Kühlschrank am besten. Um Äpfel über einen längeren Zeitraum zu lagern, geben Sie sie in einen Plastikbeutel und stechen nach der ersten Lagerungswoche pro Kilogramm Äpfel ein Loch hinein. Äpfel sollten niemals in der Nähe von Kartoffeln aufbewahrt werden, da Kartoffeln bei der Lagerung einen Stoff absondern, der die Reifung der Äpfel fördert und diese somit schneller verderben können. Andersherum fördert das Phytohormon Ethylen, das Äpfel bei der Lagerung der Lebensmittel abgeben, das Reifen anderer Obstsorten, z.B. Bananen.

Birnen – ein süßer Gaumenschmaus

Unter “Heimisches Obst” lässt sich auch die Birne verbuchen. Ebenso wie der Apfel gehört auch die Birne den Rosengewächsen an. Durch ihren niedrigen Gehalt an Fruchtsäure sind Birnen sehr gut verträglich. Im Vergleich zu Äpfeln liefern Birnen ähnlich viel Fruchtzucker, sind aber aufgrund der geringeren Säuremenge süßer im Geschmack – heimisches Obst für Genießer also! Auch die Birne ist ein schneller Energielieferant, dennoch enthalten 100 g Birnen nur 55 kcal, brauchen also auch bei einem Diätplan oder kalorienkontrollierten Ernährung nicht gemieden zu werden. Im Gegenteil, durch ihre natürliche Süße sind sie ein super Ersatz für Süßigkeiten. In der Küche findet die Birne als heimisches Obst vielseitige Verwendung, so rundet die „Birne Helene“ ein Festmahl ab und das Birnenkompott sorgt auch im Winter für leckeren Obstgenuss.

Auch bei der Birne stecken die wertvollen Inhaltsstoffe hauptsächlich in der Schale. Birnen enthalten nennenswerte Mengen an Vitamin C, sind reich an Kalium, Magnesium und enthalten Eisen. Außerdem liefern sie Pektine, die die Verdauung fördern und den Cholesterinspiegel senken können.

Tipps für Kauf und Lagerung

Bitte achten Sie beim Kauf von Birnen darauf, dass die Früchte fest aber nicht hart sind und keine Druckstellen aufweisen. Weiche, gelbe Früchte mit braunen Flecken sind bereits überreif und müssten sofort gegessen werden. Birnen werden vor der Reife geerntet, um Schäden und Verderb bei Ernte und Verkauf zu vermeiden, denn im reifen Zustand sind die süßen Früchtchen äußerst druckempfindlich.

Viele Birnensorten erreichen ihre Pflückreife im August oder September. Sommersorten wie beispielsweise Williams Christ sind sofort genießbar; Herbst- und Winterbirnen dagegen entfalten ihr optimales Aroma erst einige Zeit nach der Pflückreife. Pluspunkt heimisches Obst: Durch kurze Transportwege erhalten Sie aromatische Früchte.

Eine reife Birne erkennen Sie an ihrem typischen Birnenaroma. Reife Birnen sind allerdings nur wenige Tage haltbar und sollten im Kühlschrank gelagert werden. Unreife Früchte können auch bei Zimmertemperatur aufbewahrt werden, dort reifen sie schnell nach.

Ebenso wie Äpfel sondern auch Birnen Ethylen ab, sind aber gleichzeitig empfindlich für dieses Pflanzenhormon, weshalb sie getrennt von Äpfeln gelagert werden sollten.

Wenn heimisches Obst in Form von Äpfeln und Birnen Sie beim nächsten Einkauf zum Abnehmen anlacht, können Sie beherzt zugreifen, Sie tun sich und Ihrer Umwelt etwas Gutes. Natürlich dürfen Äpfel und Birnen auch auf Ihrem vegetarischem Speiseplan nicht fehlen. Machen Sie jetzt die Diät-Analyse – Guten Appetit!

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