Die ketogene Diät, auch kurz Keto-Diät genannt, erlebt gerade einen neuen Aufschwung. Plötzlich taucht die als „Atkins-Diät“ bekannt gewordene, extreme Form der Low-Carb-Ernährung wieder auf und präsentiert sich modern. Doch handelt es sich bei dieser Ernährungsform um ein revolutionäres Diätkonzept oder eher um ein Gesundheitsrisiko?

Was ist die ketogene Diät?

Die ketogene Diät ist eine extreme Form der Low-Carb-Ernährung. Sie ist besonders zucker- und kohlenhydratarm. Dafür dürfen fettreiche Lebensmittel ohne Beschränkung gegessen werden. Der Kohlenhydratmangel führt zu einer Stoffwechselveränderung, einer so genannten Ketose. In der Leber werden Ketonkörper gebildet, die nun zur Energiegewinnung genutzt werden. Da Kohlenhydrate als eigentlich wichtigste Energiequelle nicht mehr zur Verfügung stehen, verbrennt der Körper in seiner Not überwiegend Fett als Energielieferant.

Wie sieht die ketogene Diät aus?

Kohlenhydrathaltige Lebensmittel sind tabu. Der überwiegende Anteil des Energiebedarfes wird aus Fett gedeckt. 60% der Energiezufuhr soll aus Fetten kommen. 30% der Energie darf aus Proteinen stammen und nur 10% sind für die Kohlenhydrate eingeplant.

Die Liste der verbotenen Lebensmittel ist also lang. Getreide, Hülsenfrüchte, Wurzelgemüse, sowie Kartoffeln, Süßigkeiten, Obst aber auch Fertiggerichte und ungesunde Fette, sowie Alkohol sind tabu. Was übrig bleibt sind Fleisch, fetter Fisch, Milchprodukte, Eier, Nüsse, grünes Gemüse, gesunde Öle und Beerenobst in geringen Mengen.

Was bringt die ketogene Diät?

Ja, die ketogene Diät kann bei der Gewichtsabnahme helfen. Für Abnehmwillige, denen es schwer fällt, auf Fettreiches zu verzichten, mutet es an wie ein Diätwunder. Das Prinzip verspricht auf den ersten Blick, dass ein hoher Gewichtsverlust durch klare Regeln erreicht werden kann.

Ketogene Diäten sollen laut Studienergebnissen effektiver sein, als fettarme Diäten, da hier auf eine erhöhte Proteinzufuhr gesetzt wird. Auch ein gesundheitsförderner Effekt soll in einigen Studien gezeigt worden sein. So ergeben sich aus der kohlenhydratarmen Kost niedrige Blutzuckerspiegel und eine verbesserte Insulinsensibiliät. Letzeres ist besonders für Typ 2 Diabetiker interessant. Schon länger ist bekannt, dass die ketogene Ernährung bei Kindern mit Epilepsie aber auch bei Alzheimerpatienten therapeutisch eingesetzt wird.

Welche Nachteile hat die Keto-Diät?

Eine Umstellung auf eine derart extreme Kost bleibt nicht ohne Nebenwirkungen. In der Umstellungsphase treten Schlappheit, starkes Hungergefühl, Kopfschmerzen und Verdauungsbeschwerden auf.

Der Ruf von Fett als „ungesund“ hat sich zwar als falsch herausgestellt, dennoch ist eine derartig fettreiche Ernährung mit gesundheitlichen Risiken verbunden. Es kann zu Ablagerungen in den Gefäßen kommen, die das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko erhöhen. Die Harnsäureproduktion steigt durch die ketogene Diät, was wiederum das Risiko einer Gichterkrankung steigert. Es wird deutlich: So eine Diätform sollte man nicht leichtfertig anfangen und unbedingt vorher mit dem Arzt besprechen.

Zur ketogenen Diät liegen zudem noch nicht ausreichend Studien über die Langzeitfolgen vor. Wie bei anderen extremen Diäten, lauert auch hier die Jo-Jo-Falle, sobald die Diät beendet wird. Dies sollte einem bewusst sein, bevor man die ketogene Diät beginnt.

Unser Fazit:

Wenn es ums Abnehmen geht, führen auch weniger extreme Maßnahmen zum gewünschten Abnahmeziel. Eine ausgewogene und sättigende Kost, die auf alle Nährstoffe in einem ausgeglichenen Verhältnis zurück greift, wirkt nachhaltiger und ist alltagstauglicher.

Setzen Sie lieber gleich auf ein Ernährungskonzept, bei dem Sie sich schrittweise eine langfristig alltagstaugliche Ernährungsweise nähern und das sich nicht wie eine Diät anfühlt. Nach der Devise, lieber langsamer dafür aber dauerhafter, richtet sich auch der VidaVida-Diätplan. Verzichten Sie nicht, sondern essen Sie sich satt und zufrieden und nehmen dabei 0,5-1 kg pro Woche ab.

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