Abnehmen ohne Kohlenhydrate ist der Renner unter den Diäten, die gute Erfolge versprechen. Bis vor einigen Jahren dagegen hieß es, eine fettarme Ernährungsweise sei der Königsweg, um dauerhaft schlank und gesund zu bleiben. Low Carb vs. Low Fat – jetzt ist wissenschaftlich erwiesen, wie Sie besser abnehmen können – mit überraschendem Ergebnis. Wir verraten es Ihnen gerne…

Möchten Sie wissen, wie Ihre optimale Diät aussieht? Testen Sie sich mit unserer Gratis-Diätanalyse!

Auch die Wissenschaft hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit der Frage beschäftigt, mit welcher Methode man besser abnehmen und langfristig schlank bleiben kann: Durch Verzicht auf Kohlenhydrate oder Reduktion der Fettmenge?

Wissenschaftler des National Institutes of Health in den USA haben sich das Ziel gesetzt, frühere Untersuchungen zu dieser Thematik anhand einer experimentellen Studie zu überprüfen.

Hierzu erhielten 19 übergewichtige Personen über 6 Tage eine um 30 Energieprozent reduzierte Diät. Bei einem Teil der Gruppe wurden die Kohlenhydrate eingeschränkt (Low-Carb), in der zweiten Gruppe dagegen die Fettmenge (Low Fat) bei ansonsten gleicher Diät.

Während dieser 6 Tage wurden verschiedene Untersuchungen durchgeführt. Unter anderem wurde das Körpergewicht gemessen, die Fettverbrennung, der Verlust an Körperfettmasse sowie der Insulinspiegel untersucht.

Die Ergebnisse der Studie Low Carb vs. Low Fat:

Obwohl bei der Low-Carb-Gruppe der Insulinspiegel stark gesunken ist und die Fettverbrennung  größer war, konnten die Teilnehmer der fettreduzierten Diät deutlich mehr Körperfett abbauen als die Teilnehmer der Low-Carb-Diät.

Die Wissenschaftler schließen daraus, dass die Umstellung des Stoffwechsels durch eine Einschränkung von Kohlenhydraten mit einer Senkung des Insulinspiegels den Erfolg der Diät weniger stark beeinflusst als viele aktuelle Studien derzeit vermuten lassen. Eine Fettreduktion konnte in diesem Experiment zwar eine geringere Gewichtsabnahme erzielen, dafür aber eine größere Abnahme der Körperfettmasse. Die Studienteilnehmer der Low-Fat-Gruppe verloren also weniger Gewicht, konnten aber mehr Körperfett abbauen, haben also ihre Fettmasse besser reduzieren können.

Wie schätzen unsere VidaVida-Experten das Ergebnis der Studie Low Carb vs. Low Fat ein und was kann es für Sie bedeuten? Diplom-Oecotrophologin und VidaVida-Ernährungsberaterin Eva Munkenbeck gibt Antworten.

Frage: Wo liegen Ihrer Meinung nach die Vorteile von Low-Carb-Diäten, wo die Nachteile?

Antwort: Ein Vorteil ist natürlich, Zucker und Weißmehlprodukte zu meiden sowie sich gesünder und bewusster zu ernähren. Den größten Nachteil einer kohlenhydratreduzierten Diät sehe ich in der Durchführbarkeit. Es ist für die meisten von uns doch sehr ungewohnt, auf Brot, Nudeln etc. zu verzichten, da dies bedeutende Bestandteile unserer täglichen Ernährung sind. Eine große Umstellung und viel Disziplin sind hierzu notwendig. Somit wird diese Art von Diät eher kurzfristig, vielleicht auch ziemlich streng, durchgeführt, aber hat mit einer langfristigen Ernährungsumstellung, dem Goldstandard bei der Gewichtsreduktion, wenig zu tun. Wenn man dieses Studienergebnis sieht und auch die Erfahrungen aus unseren Beratungen bei VidaVida, kann ich nur sagen, dass es kaum der Mühe wert ist, sich im Alltag derart einzuschränken, da es ganz offensichtlich auch einfacher und weniger verzichtbetont geht.

Frage: Warum ist das Konzept der Low-Fat-Diät in der Vergangenheit gescheitert?

Antwort: Auch diese Diätmethode wurde oft als kurzfristige Diät durchgeführt. Die Folge kennen wir alle: Der Jo-Jo-Effekt brachte die Pfunde häufig schnell zurück. Ein weiterer Fehler im damaligen Konzept: Es ging ausschließlich um Reduktion der Fettmenge, Zucker und andere „leere“ Kohlenhydrate waren ohne Einschränkungen erlaubt. Bestes Beispiel: Gummibärchen als Süßigkeit wurden geduldet, was aus heutiger Sicht fatal ist, denn wir wissen, dass der Insulinstoffwechsel hierdurch belastet wird und somit den Diäterfolg gefährdet. Vor allem wenn man permanent zwischen den Mahlzeiten nascht und der Blutzuckerspiegel somit ständigen Schwankungen unterliegt.

Frage: Welche Schlüsse ziehen Sie aus dieser Low Carb vs. Low Fat -Studie?

Antwort: Für mich zeigt es, dass beide Methoden Vorteile haben, die Reduktion der Kohlenhydrate aber nicht so viel besser ist, als von vielen Diätanbietern angepriesen. Man muss bei dem Studienergebnis bedenken, dass es eine recht geringe Teilnehmerzahl war und auch, dass wir außerhalb eines Studiendesigns im Alltag anderen Schwierigkeiten gegenüber stehen. Für uns muss eine Diät in den Alltag passen, damit sie langfristig durchgehalten werden kann. Ich befürworte nach wie vor eine Ernährungsumstellung, um wirklich schlanker und gesünder werden zu können. Auch halte ich die Reduktion der Körperfettmasse für das wichtigste Ziel, denn dies kann vor allem im Hinblick auf die Prävention ernährungsabhängiger Erkrankungen einen deutlichen Vorteil bringen und auch langfristig helfen, schlanker zu bleiben.

Mein abschließendes Fazit zu Low Carb vs. Low Fat lautet daher: Achten Sie sowohl auf die Kohlenhydrate, als auch auf die Fettzufuhr. Im Klartext: Meiden Sie Zucker sowie Weißmehl und achten Sie auf die Portionsgröße der kohlenydrathaltigen Speisen. Reduzieren Sie Fett, vorzugsweise verstecktes Fett in Fertiggerichten, Backwaren und Co., integrieren Sie gesunde Fettquellen wie hochwertige Öle, fetten Seefisch und Nüsse bewusst in Ihren Diätplan. So picken Sie sich aus beiden Konzepten, also sowohl aus Low-Carb als auch aus Low-Fat, die Rosinen heraus und haben so beste Chancen, Ihr Körpergewicht auch langfristig senken zu können, vor allem durch Umstellung der Ernährung statt durch kurzfristige Crash-Diäten.

VidaVida erstellt Ihnen gerne einen persönlichen Diätplan, bei dem die richtigen Kohlenhydrate erlaubt sind, schlechte Fette eingespart werden und der genau so viele Kalorien liefert, wie Sie zum Abnehmen benötigen. Machen Sie jetzt Ihre Gratis-Diätanalyse!
Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Hier erfahren Sie alles zum Datenschutz
Akzeptieren