Was sagt die Diätexpertin Frau Eva Munkenbeck, Diplom Ökotrophologin und Ernährungsberaterin VDOe, über kohlenhydratarme Diäten? Lesen Sie hier ein Interview mit der VidaVida-Expertin:

Frage: Frau Munkenbeck, halten Sie kohlenhydratarme Diäten für besonders wirksam?


Antwort:
Nein, denn hierzu gibt es eine interessante Untersuchung von Dr. Stephan Engeli von der medizinischen Hochschule Hannover. In dieser wurden 170 Menschen mit einem Body-Mass-Index (BMI) über 27 kg/m² untersucht. Durch Zufall wurden die Teilnehmer in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe erhielt eine zucker- und kohlenhydratarme Diät, die andere eine fettreduzierte Diät. Sechs Monate nach dem Abschluss und noch einmal 2,5 Jahre danach, wurden die Teilnehmer untersucht. In beiden Gruppen nahmen die Teilnehmer in gleichem Maße Gewicht ab und spezielle Gesundheitsparameter (Taillenumfang, Fettmasse im Bauchraum, Blutdruck, Blutzucker) verbesserten sich durch die Gewichtsreduktion. In der Langzeitbeobachtung zeigte sich für beide Kostformen, dass Leberverfettung und Blutzuckerwerte noch deutlich unter den Ausgangswerten lagen und dass, obwohl die Teilnehmer inzwischen mehr als die Hälfte des Gewichtes wieder zugenommen hatten. Das zeigt meiner Meinung nach zwei Dinge: Zum einen ist hier unabhängig von der Art der Diät ein Erfolg erzielt worden. Zum anderen zeigt sich der Erfolg einer Diät nicht nur auf der Waage. Blut- und Leberwerte profitieren hier in diesem Beispiel sogar nachhaltiger.

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Frage: Gibt es unterschiedliche kohlenhydratarme Diäten?

Antwort: Ja, die gibt es. Es werden im Wesentlichen drei unterschiedliche kohlenhydratarme Diäten unterschieden. Die älteste und wohl bekannteste Form ist die Atkins-Diät. Hier werden Kohlenhydrate in jeglicher Form nahezu eliminiert und die Fettzufuhr wird stark erhöht. Ein typisches Frühstück würde beispielsweise nur aus Eiern, Butter, Wurst und Käse bestehen, Brot hingegen wäre tabu. Obwohl bekannt ist, wie gesundheitsgefährdend so eine Ernährung sein kann, erlebte die Atkins-Diät oder verwandte Formen seit 2002 sozusagen eine Wiedergeburt.
Empfehlenswerter sind Diäten, die mit dem glykämischen Index arbeiten, so genannte Glyx-Diäten. Hier sind Kohlenhydrate erlaubt, allerdings wird die Gesamtmenge beschränkt und komplexen Kohlenhydraten wird der Vorzug gegeben. Die lassen den Blutzucker nicht so stark ansteigen und halten länger satt. Auch Obst ist erlaubt.
Ein drittes und noch sehr junges Konzept ist das eiweißbetonte, auf die Insulinproduktion abgestimmte Konzept von „Low Carb“. Hier sind Kohlenhydrate nur zu bestimmten Tageszeiten erlaubt. Besonders morgens werden Brot, Brötchen und Süßes gegessen. Mittags ist meist eine geringe Menge auf dem Speiseplan zu finden. Abends und zwischendurch dürfen keine Kohlenhydrate gegessen werden. Dadurch soll die Ausschüttung von Insulin verhindert und die Fettverbrennung angekurbelt werden.

Frage: Für wie wirksam halten Sie diese Diäten?

Antwort: Man fragt sich ja, wie kann es sein, dass fettreiche, kohlenhydratarme Diäten tatsächlich funktionieren oder auch Low Carb. Letztendlich wird aber hier ein Kaloriendefizit erzeugt. In einer Metaanalyse, also einer Zusammenfassung von vielen Studienergebnissen zur Wirkungsweise von kohlenhydratarmen Diäten, konnte gezeigt werden, dass die erreichte Gewichtsreduktion ausschließlich damit zu erklären war, dass in der Bilanz weniger Energie aufgenommen als verbraucht wurde. Je höher das Energiedefizit und je länger die Diät gedauert hat, desto höher ist auch der Gewichtsverlust ausgefallen.

Entscheidend für die Prävention und Therapie von Übergewicht und Adipositas ist ja nun einmal nicht nur die Gewichtsabnahme, sondern die Stabilisierung des Gewichts im Normal- bzw. im reduzierten Bereich. Genau dieser Aspekt wird in den Studien nicht untersucht. Nach Gewichtsabnahme wird in den wenigsten Fällen geprüft, ob die Teilnehmer wieder zunahmen oder ihr Gewicht halten konnten. Die gegenwärtige Diskussion um mehr oder weniger Kohlenhydrate oder mehr oder weniger Fett müsste viel zielorientierter sein. Es muss klar definiert sein, wieviel Fett oder Kohlenhydrate sind denn viel oder wenig. Dann könnten Langzeitstudien gemacht werden, die auch die Gewichtsstabilisierung prüfen. Dabei müssen Aspekte der Toleranz einer Kostform, also die Umsetzbarkeit im Alltag, mit berücksichtigt werden.

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Frage: Sind kohlenhydratarme Diäten gesundheitsgefährdend?

Antwort: Das kommt darauf an, wie extrem diese Kostformen, also kohlenhydratarme Diäten, betrieben werden. In den meisten Fällen wird jedoch zu viel Eiweiß gegessen und zu viele tierische Fette werden aufgenommen. Beides belastet den Körper. Tierische Fette wirken ungünstig auf das Herz-Kreislauf-System und zu viel Eiweiß belastet die Nieren. Besonders, wenn nicht genug getrunken wird. Dauerhaft können und dürfen solche Diäten also nicht eingehalten werden, ohne Herzerkrankungen, Gicht oder Nierenschäden zu riskieren.

Frage: Was empfehlen Sie Menschen die abnehmen wollen?

Antwort: Abnehmen funktioniert nur, wenn weniger Energie aufgenommen, als verbraucht wird. Dieses Energiedefizit sollte moderat ausfallen, sprich es bringt nichts zu hungern. Die Diätkost sollte nicht fade und einseitig, sondern ausgewogen und vielseitig sein. Wenn Sie gemäß des aktuellen Trends eine kohlenhydratarme Diät ausprobieren möchten, achten Sie besonders auf die Ausgewogenheit des Speiseplans. Ein Diätkonzept mit dem Sie nicht nur abnehmen, sondern dass Sie auch nach der Abnahme als gesunde Ernährungsweise beibehalten können, ist optimal. Dieses Kriterium erfüllt meiner Meinung nach die VidaVida-Diät. Hier werden Sie satt, die Diätpläne sind ausgewogen zusammengestellt und mit der moderaten Einschränkung der Kalorien nehmen Sie langsam und kontinuierlich ab. Die Diät von VidaVida zählt nicht zu den kohlenhydratarmen Diäten, sie verfolgt das von den Fachgesellschaften zur Gewichtsreduktion empfohlene Prinzip der energiereduzierten Mischkost.

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