Stevia, Agavendicksaft und Co. – die bessere Wahl?

Die Vorliebe für Süßes ist uns angeboren. Zucker genießt aber nicht gerade den besten Ruf: er macht dick, krank und verursacht Karies. Zählte der Haushaltszucker früher noch zu den Luxuslebensmitteln, isst jeder Deutsche heute im Durchschnitt etwa 40 kg pro Jahr. Eindeutig zu viel, warnen Experten weltweit und befürchten eine immer weiter steigende Zahl von ernährungsabhängigen Krankheiten, allen voran dem Diabetes Mellitus. Es tummeln sich einige Zucker-Alternativen auf dem Markt, aber sind die wirklich besser? Wir haben die Top 5 für Sie etwas genauer unter die Lupe genommen…

Wer sich auf die Fahne geschrieben hat seinen Zuckerkonsum zu reduzieren, geht auch auf die Suche nach gesunden Alternativen. Wie gut, dass die Regale in den Super- und Biomärkten einiges zu bieten haben. Aber sind diese alternativen Süßungsmittel wirklich gesünder als der normale Haushaltszucker?

Zunächst möchten wir Ihnen die Top 5 der Zucker-Alternativen vorstellen:

1. Honig – die Bienen-Süße

Der von Bienen produzierte Honig besteht zu 80% aus Trauben- und Fruchtzucker und zu 20% aus Wasser. 100 g Honig liefern somit ca. 300 Kalorien, im Vergleich dazu hat der Haushaltszucker auf die gleiche Menge etwa 400 Kalorien.
In der Naturheilkunde wird Honig aufgrund seiner antiseptischen Eigenschaften geschätzt, wodurch er Schwellungen lindern kann. Ebenso wird ihm eine beruhigende Wirkung nachgesagt, weshalb eine heiße Milch mit Honig den Schlaf fördern soll. Das Naturprodukt bietet eine geschmackliche Alternative zu Zucker, hat sogar eine etwas höhere Süßkraft, wodurch man etwas weniger braucht und eignet sich hervorragend zum Verfeinern von Desserts und zum Süßen von Kuchen.

Fazit: Durch die Verwendung von Honig lassen sich Kalorien einsparen, aber er sollte natürlich auch nicht in rauen Mengen verzehrt werden. Maßvoll eingesetzt, lassen sich Süßspreisen mit Honig wunderbar verfeinern.

2. Fruchtzucker – die Süße aus Früchten

Wussten Sie, dass Fruchtzucker auch Bestandteil des Haushaltszuckers ist? Viele Verbraucher glauben, dass Fructose gesünder und kalorienärmer ist als der Haushaltszucker, was jedoch nicht stimmt. Beide Zuckerarten enthalten 4 kcal/g.
Der Fruchtzucker ist die natürliche Süße von Früchten, den man in Maßen und am besten in Form von zwei Portionen frischem Obst pro Tag genießen sollte. Außerdem gilt: Obst lieber essen statt trinken! Studien weisen sogar darauf hin, dass ein übermäßiger Verzehr von Fruchtzucker langfristig zu Übergewicht, Leberverfettung und Bluthochdruck führen kann und somit einen Diabetes begünstigen kann.

Fazit: Fruchtzucker sollte also am Besten in Form von Früchten und somit zusammen mit den fruchteigenen Ballast- und Nährstoffen gegessen werden. Wer für sein Essen den Kristall- durch Fruchtzucker ersetzt, erhöht die Gefahr für seine Gesundheit – durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes II.

3. Stevia – südamerikanische Süße

Die aus den Blättern der südamerikanischen Steviapflanze gewonnene Süße hat eine bis zu 30x höhere Süßkraft als Zucker, ist kalorienfrei, nimmt keinerlei Einfluss auf den Blutzuckerspiegel und schützt die Zähne.
Wird Stevia in der Lebensmittelindustrie eingesetzt, gibt es aber leider einen Haken: Aufgrund des leicht bitteren, lakritzartigen Nachgeschmacks werden den Produkten oft weitere Zuckerarten wie z.B. der klassische Haushaltszucker, Glucosesirup, Fructose oder andere Süßstoffe in unterschiedlichen Mengen zugesetzt. Es kann also etwa ein Viertel bis zur Hälfte der Kalorien eingespart werden. Neben Soft Drinks darf Stevia auch in Marmeladen, Joghurts, Müsli Schokolade und anderen Süßigkeiten zugesetzt werden.
Stevia ist perfekt zum Süßen von Tee und Kaffee, aber auch für Joghurts, Quarkspeisen, Obstsalate, Cremes, Smoothies, Milchreis, Puddings geeignet. Bei Backen fehlt das Mengenvolumen, um Zucker vollständig zu ersetzen und wer selbst Marmelade mit Stevia ohne Verwendung von Zucker herstellt, muss darauf achten, dass die lange Haltbarkeit nicht gegeben ist.

Fazit: Stevia kann eine Zuckeralternative sein. Es lassen sich durch die Verwendung auch Kalorien einsparen, allerdings ist auf jeden Fall auf die Nährwerte eines fertigen Produkts zu achten. Wenn Sie Stevia pur zum Süßen verwenden, achten Sie bitte auf die Dosierungsempfehlungen des Herstellers.

4. Agavendicksaft – die Süße aus Mexiko

Der Agavendicksaft wird aus Kakteen gewonnen und häufig aus Mexiko importiert. Der Sirup gilt als gesunder Zucker, besteht im Grunde jedoch zu 100% aus Fruchtzucker. Mit Agavendicksaft ist ungefähr genauso süß wie Haushaltszucker und Sie können damit kalte und warme Flüssigkeiten wie Tee, Kaffee, Kakao, Mixgetränke etc. süßen. Der helle und neutral schmeckende Sirup eignet sich aber auch perfekt zum Süßen von Müsli, Joghurt, Quark, Desserts, Kuchen- und anderen Teigen.

Fazit: Kalorisch gesehen macht es also auch hier keinen Unterschied, ob Sie Zucker oder Agavendicksaft verwenden. Auch hier ist ein maßvoller Verzehr empfohlen, denn auf die Folgen eines übermäßigen Konsums, wurde ja bereits oben unter „Fruchtzucker“ hingewiesen.

5. Süß- und Zuckeraustauschstoffe – die chemische Süße

Durch die Zuckeraustauschstoffe (Zuckeralkohole), wie z.B. Sorbit, Mannit und Isomalt spart man leider nur wenige Kalorien, allerdings haben diese keinen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel und können keinen Karies verursachen. Sie können aber bei übermäßigem Verzehr zu Durchfall führen. Verwendung finden dies Süßstoffe in erster Linie in Diabetikerprodukten, sowie in zuckerfreien Bonbons und Kaugummis.

Süßstoffe, wie z.B. Saccharin, Cyclamat und Aspartam sind hingegen kalorienfrei. Sie haben eine vielfache Süßkraft im Vergleich zu Zucker, weshalb man nur geringe Mengen braucht. Auch Süßstoffe schützen die Zähne. Allerdings empfinden viele Verbraucher den metallischen Nachgeschmack als störend. Ein krebserregender Effekt von Süßstoffen konnte bislang nicht wissenschaftlich belegt werden. Süßstoffe können in Getränken verwendet werden, sowie in Müslis, Joghurt, Quarkspeisen etc.

Fazit: Wer seinen Zuckerkonsum reduzieren und zusätzlich Kalorien sparen möchte, für den bieten die chemischen Süßstoffe eine Alternative. Durch die Verwendung von Zuckeraustauschstoffen werden jedoch keine Kalorien eingespart. Da es sich bei Zuckeraustauschstoffen und Süßstoffen um Zusatzstoffe handelt, sind hierfür aber auch Höchstgrenzen für den täglichen Verzehr festgelegt worden. Bitte beachten Sie die Dosierungsempfehlungen des Herstellers.

Sind die Alternativen also wirklich besser?

Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sollte man am Tag nicht mehr als 10% der täglich aufgenommenen Kalorien in Form von isolierten Zuckern zu sich nehmen, was gesüßte Getränke ebenso einschließt, wie Süßigkeiten, Kuchen und Kekse. Diese Empfehlung gilt also für Haushaltszucker, Honig, Fruchtzucker und Agavendicksaft.
Fakt ist aber auch, dass Zucker allein nicht dick macht, sondern man nur dann an Gewicht zulegt, wenn man mehr Kalorien aufnimmt als verbraucht werden können. Jeder von uns sollte sich also zum Ziel setzen, sich anzugewöhnen weniger süß zu essen, was langfristig sicher zu einer geringeren Energieaufnahme führt.

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