Tiefkühlpizza, Hot-Dogs, Chips und Kekse machen dick – weiß doch jeder. Zu viel Fett, Zucker und Zusatzstoffe? Einige neue Studien könnten bahnbrechende Hinweise geben auf die Frage: Warum machen Fertiggerichte dick? Mit überraschenden Ergebnissen!

Ganz sicher ist sich die Wissenschaft zwar noch nicht, doch mehren sich die Hinweise, dass eine Ernährung, die reich an Fertigprodukten ist, unsere kleinen Mitbewohner im Darm verärgert – unsere Mikrobiota verändert sich. Und das hat Folgen!

Bitte nicht füttern – das vertragen unsere Darmbakterien nicht

Viele Zusatzstoffe, wie Emulgatoren etc., reichlich Zucker und das Fehlen von Ballaststoffen in hoch verarbeiteten Produkten machen unserer Mikrobiota zu schaffen. Genau das könnte zu einem höheren Risiko für Erkrankungen, z.B. Diabetes, und zu einem stärkeren Verlangen nach eben jenen ungesunden Fertigprodukten führen.

Dass Sie nach vier Chips nicht mehr aufhören können, weiter Chips zu essen, hätte demnach weniger mit fehlender Willensstärke zu tun, als mit einer Fehlernährung Ihrer Darmbakterien.

Wer gut zu seinen bakteriellen Mitbewohnern ist, könnte also mit Gesundheit belohnt werden und auch leichter abnehmen bzw. schlank bleiben.

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Warum machen Fertiggerichte dick? Es gibt mehrere Gründe:

Wie in so vielen Bereichen des Lebens gibt es mehrere Puzzleteile, die ein Bild vervollständigen.

Viel Energie – wenig Wertvolles

Viel Zucker und/oder Fett, reichlich Zusatzstoffe: Fertigprodukte haben meistens eine hohe Energiedichte, sie liefern also viele Kalorien bei kleiner Menge – das ist schlecht für alle, die abnehmen möchten. Gesunde Inhaltsstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe spielen dagegen keine Rolle.

Fatale Bequemlichkeit

Fertiggerichte können schnell verzehrt werden und werden daher oft anstelle von natürlichen Produkten gegessen, z.B. ein paar Kekse zwischendurch anstelle eines Obstsalates, ein Tiefkühl-Menü statt einer selbst gekochten Mahlzeit usw.

So kommen schnell viele Kalorien zusammen, die im Nu verputzt sind. Unsere guten Darmbakterien haben allerdings meist kein üppiges Mahl – ihnen fehlt gute Nahrung.

Eine gestörte Mikrobiota

Die meisten Bakterien, die unser Verdauungssystem besiedeln, sind gut und gesundheitsfördernd. Beispielsweise helfen sie uns bei der Verdauung oder unterstützen unser Immunsystem. Allzu viel wissen wir über unsere Mikrobiota zwar noch nicht, aber sicher ist, dass unsere Nahrung unsere Darmflora beeinflusst und dass es gut ist, wenn hier viele verschiedene Bakterienstämme zu Hause sind.

Warum machen Fertiggerichte dick? Verschiedene Studien möchten es herausfinden: Eine fettreiche, ballaststoffarme Ernährung führte bei Mäusen zu einer geringeren Anzahl an Bakterien im Darm und zu einer geringen Anzahl verschiedener Bakterienstämme.

Ebenso weisen Menschen, die fernab von industriell hergestellten Lebensmitteln leben, ein vielfältigeres Mikrobiom auf, als Menschen der Industrienationen.

Hochverarbeitete Produkte sorgen dafür, dass wir mit weniger verschiedenen Bakterienarten in Kontakt kommen als bei einer Ernährung, die reich an natürlichen, unverarbeiteten Produkten ist. Eine Diät ohne Fertiggerichte, die auf natürlichen Lebensmitteln beruht, hat also deutliche Vorteile. Lassen Sie sich jetzt Ihren persönlichen Diätplan erstellen!

Zudem beeinträchtigen viele Inhaltsstoffe von Fertiggerichten wie Emulgatoren und raffinierter Zucker das mikrobielle Leben in unserem Darm negativ, anstatt ihm zu helfen.

So deuten Studien mit Mäusen darauf hin, dass Emulgatoren entzündliche Prozesse befeuern und das Darmmilieu für gute Bakterien stören könnten.

Andere Studien lassen darauf schließen, dass eine Ernährung mit reichlich einfachen Zuckern die Vermehrung der schlechten Bakterien unserer Mikrobiota fördern könnte.

Nicht nur das, was drin ist, sondern auch das, was Fertigprodukten fehlt, kann die Darmflora negativ beeinflussen.

Ballaststoffe können zwar nicht direkt verstoffwechselt werden, haben aber dennoch eine Wirkung auf unsere Mikrobiota und geben Antwort auf die Frage: Warum machen Fertiggerichte dick? Eine Vielzahl der Ballaststoffe werden von Darmbakterien fermentiert. Dadurch entstehen Stoffe, darunter kurzkettige Fettsäuren, die eine wichtige Nahrungsquelle unserer Darmbakterien sind.

Diese kurzkettigen Fettsäuren bieten sogar eigene Vorteile für die Gesundheit: Sie können die Insulinproduktion fördern und somit Blutzuckerspitzen reduzieren – nicht unwichtig für eine erfolgreiche Abnahme. Zusätzlich könnten sie antientzündlich wirken.

Hungernde Darmbakterien

Essen wir also nicht ausreichend Ballaststoffe, hungern unsere Darmbakterien, was möglicherweise zu einer geringeren Varietät der Bakterienstämme beitragen könnte. Dies wiederum könnte Folgen für die schützende Schleimschicht auf der Darmwand bedeuten, die unseren Darm eventuell durchlässiger für Krankheitserreger und andere Substanzen werden lässt.

Eine weitere Studie mit Mäusen lässt darauf schließen, dass ein Mangel an Ballaststoffen dazu führt, dass die Darmbakterien diese schützende Schleimbarriere sogar angreift, quasi “auffrisst”. Auch hier wird die Darmwand durchlässiger und Entzündungsprozesse könnten aktiviert werden.

Eine gestörte Mikrobiota könnte Menschen dazu verleiten, mehr zu essen

Viele Fertiggerichte enthalten Emulgatoren, diese stehen im Verdacht, Entzündungen fördern zu können. Dies wiederum könnte die Fähigkeit des Körpers, sich satt zu fühlen, beeinträchtigen und zu übermäßigem Essen führen. Auch die Wirkung des Sättigungshormons Leptin kann durch entzündliche Prozesse im Darm gestört werden.

Somit könnte die Neigung, zu viel zu essen, tatsächlich mit einer gestörten Mikrobiota und den daraus resultierenden Entzündungsreaktionen zusammen hängen. Also ebenfalls ein Puzzleteil bei der Frage: Warum machen Fertiggerichte dick?

Es ist zwar noch viel Forschungsarbeit nötig, um Wirkmechanismen zu verstehen und um konkrete Empfehlungen geben zu können. Doch könnte es sich jetzt schon lohnen, unsere kleinen Mitbewohner im Darm im Hinterkopf zu behalten und sie mit reichlich Ballaststoffen und natürlichen Lebensmitteln zu versorgen und zumindest den Konsum an hoch verarbeiteten Lebensmitteln zu reduzieren.

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