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Bewegung

Top in Form mit Core-Training

Top in Form mit Core-Training

Schon vor etwa zwei Jahren schwappte ein neuer Fitnesstrend aus den USA zu uns herüber: das Core-Training. Für seine Bekanntheit sorgte u.a. Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann, der mit dieser Trainingsmethode seine Jungs topfit für die WM machte.
 Aber nicht nur für Profi-Sportler sondern auch für Freizeitsportlern ist diese Form der Muskelkräftigung geeignet – wenn nicht sogar empfehlenswert – und wird auch hier immer beliebter. Viele Fitnessstudios bieten bereits entsprechende Kurse an.  

Was ist Core-Training?
Core bedeutet Kern, das Training zielt also auf die tiefliegenden Muskeln, insbesondere auf die Stärkung der Rumpfmuskulatur – sprich Rücken-, Bauch- und Beckenboden-Muskeln – ab. Die Muskeln der Körpermitte werden bei der gesamten Übung angespannt, so dass die Kraft für die Durchführung der Übungen von der Körpermitte ausgeht. Es werden einzelne Gymnastik-Übungen durchgeführt, die mehrere Muskeln zugleich beanspruchen. So werden Figur und Rücken gestärkt, was vor allem die Haltung verbessert, Rückenproblemen vorbeugt und die Figur strafft. Das Ziel ist es, rund um die Körpermitte ein Muskelkorsett aufzubauen, das die einzelnen Wirbel der Wirbelsäule stützt und entlastet, gleichzeitig für eine schlanke Taille sorgt. Zudem wird durch den Aufbau der geraden und schrägen Bauchmuskulatur der Rücken gestärkt und für einen flachen Bauch gesorgt. Entwickelt wurde das Core-Training von Mark Verstegen, einem US-amerikanischen Fitnessexperten und –trainer. Er trainierte so unter Jürgen Klinsmann die deutschen Fußballnationalmannschaft vor der WM 2006. Auch unter Joachim Löw ist das Training der tiefliegenen Muskulatur Bestandteil des Trainingsprogramms der Nationalspieler.

Warum ist Core-Trainig so wichtig?
Der Nutzen der gut trainierten Rumpfmuskulatur liegt vor allem in einer verbesserten Haltung, denn die Wirbelsäule wird gestützt und während des Trainings gestreckt. Somit wird Haltungsschäden und Rückenschmerzen vorgebeugt. Zudem werden Bauch und Taille straffer und schlanker, was für eine hübsche Silhouette sorgt. Pilates-Anhänger kennen das schon: Kräftigung der Beckenbodenmuskulatur ist anstrengend, aber ebenfalls wichtig für eine gute Haltung, denn diese Muskeln stützen die Organe und verbessern die Haltung „von innen heraus“. Aber auch für viele Sportarten ist eine gut trainierte Körpermitte wichtig, denn starke und flexible Muskeln schützen den Körper vor Verletzungen.

Was sollte beim Core-Training beachtet werden?
Besonders wichtig für die Effektivität der einzelnen Übungen ist es, dass diese langsam und sorgfältig durchgeführt werden, mit Kraft also – nicht mit Schwung. Da die Übungen meistens gleich mehrere Muskeln beanspruchen und durchaus anspruchsvoll sind, ist Konzentration nötig, diese korrekt durchzuführen. Meistens genügen deshalb schon wenige Wiederholungen, um die Muskeln zur Erschöpfung zu bringen. Hier gilt „Weniger ist mehr“, denn führt man die Übungen unsauber aus, schafft man zwar mehr Wiederholungen, kommt aber nicht in den vollen Genuss der Wirkung. Auf eine gute Körperhaltung sollte geachtet werden, so sollen Schultern und Nacken stets locker und der Rücken gerade bleiben.

Wie für jedes andere Muskeltraining auch, sollte man sich zuvor locker aufwärmen und im Anschluss Dehnübungen durchführen.

Wie kann ich nach diesem Prinzip trainieren?
In vielen Fitnessstudios werden Kurse angeboten, die möglicherweise anders heißen, aber sich an dieser Methode orientieren. Im Handel findet man Bücher und CDs und DVDs zum Nachturnen. Da sich Parallelen zu Pilates, Yoga oder Training mit einem Gymnastikball aufzeichnen lassen, können auch solche Kurse gemacht werden, um die tiefliegende Rumpfmuskulatur zu trainieren. Auch das Training auf einer Vibrationsscheibe (z.B. Power Plate) stärkt diese Muskelgruppen und hat einen Effekt auf den gesamten Körper.

Die Aussage „Öfter einmal etwas Neues“ ist in Bezug auf Sport also gar nicht schlecht, probieren Sie doch einmal aus, ob Core-Training etwas für Sie ist.

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