Funktionen:
Magnesium aktiviert ca. 300 Enzyme im Körper, ohne Magnesium könnten viele Reaktionen u.a. des Kohlenhydrat-, des Eiweiß- und des Fettstoffwechsels nicht mit der nötigen Geschwindigkeit ablaufen. Auch bei der Erregungsübertragung von Nerven auf Muskeln und bei der Muskelkontraktion spielt der Mineralstoff eine wichtige Rolle. Außerdem ist Magnesium Gegenspieler von Kalzium und hemmt dessen Eintritt in die Gefäß- und Herzmuskelzellen und ist Bestandteil unserer Knochen.
Vorkommen:
Magnesium kommt vorwiegend in pflanzlichen Lebensmitteln vor. In Fleisch kommt Magnesium nur in geringen Mengen vor. Sehr gute Quellen sind: Vollkornprodukte, viele Gemüsearten, Kartoffeln, Bananen, Orangen, Beerenobst, Sojabohnen und Nüsse, aber auch Milch- und Milchprodukte.
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Zufuhrempfehlung und Bedarf:
Die tägliche Zufuhrempfehlung liegt bei Erwachsenen über 25 Jahren bei 350mg für Männer und 300mg für Frauen. Jugendliche, Schwangere und Stillende haben einen höheren Bedarf. Erhöhter Alkoholkonsum setz die Magnesiumaufnahme im Dünndarm herab, somit haben auch Menschen, die übermäßig Alkohol trinken einen erhöhten Magnesiumbedarf, ebenso wie Menschen, die regelmäßig Abführmittel in großen Mengen verwenden und Menschen mit Erkrankungen wie Durchfall, chronischen Nierenleiden etc. Auch Hochleistungssportler und Frauen, die die Antibabypille nehmen, haben einen erhöhten Magnesiumbedarf. Bei gesunden Menschen mit üblichen Ernährungsgewohnheiten konnte ein Mangel an Magnesium bisher nicht nachgewiesen werden. Allerdings wird die Magnesiumversorgung bei Jugendlichen (höherer Bedarf) und älteren Menschen als kritisch eingeschätzt.
Durch Kochen oder Kontakt mit Wasser verringert sich der Magnesiumgehalt eines Lebensmittels. Laktose dagegen fördert die Aufnahme von Magnesium.
Ein Magnesiummangel äußert sich u.a. durch Muskelschwäche, Zittern, Muskelkrämpfe und Kribbeln oder Taubheit in Armen oder Beinen. Auch Herzbeschwerden können durch einen Magnesiummangel ausgelöst werden.
Es ist beinahe unmöglich zu viel an Magnesium mit der Nahrung aufzunehmen. Auch bei hochdosierten Nahrungsergänzungsmitteln besteht kaum eine Gefahr, da überschüssiges Magnesium über den Urin und den Stuhl ausgeschieden wird.
Magnesium als Hilfe bei Erkrankungen:
Muskelkrämpfe, denen ein Magnesiummangel zugrunde liegt, können mit Supplementen erfolgreich therapiert werden. Auch bei Bluthochdruck und Angina pectoris kann ein Magnesiumpräparat positive Wirkungen aufzeigen.
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